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Es gibt diesen Punkt, an dem man es einfach satt hat. Satt, dass Menschen ungefragt Lebensweisheiten verteilen. Satt, dass sie glauben, helfen zu müssen – vorallem dann, wenn du nicht darum gebeten hast. Und wenn du das genauso satt hast wie ich, dann möchte ich dir hier Wege zeigen, wie du diese Situation künftig beenden kannst. Und falls du jemand bist, der unbedingt seine Weisheit teilen muss, bekommst du auch dafür einen Tipp, wie du es künftig auf eine respektvolle Art tun kannst.

Warum ungefragte Lebensweisheiten so belastend sind
Ich weiß, wir alle sind weise. Jeder von uns hat etwas zu sagen. Und ja, oft wollen wir nur helfen. Aber ungefragt? Das ist ein Punkt, an dem ich einfach nicht mehr kann. Und vielleicht geht es dir genauso.
Natürlich könnte man jetzt sagen: „Aber Jutta, du machst doch in deinen Videos genau das Gleiche – du erzählst deine Weisheit.“
Ja, das tue ich. Aber ich tue es nicht ungefragt. Und das ist der entscheidende Unterschied.
Als ich selbst darunter litt – ein Moment, der alles verdeutlicht
Besonders klar wurde mir das, als mein Partner Adam und ich in einer tiefen Krise steckten. Das war zwei Jahre nach Beginn unserer zweiten Beziehung – eine Zeit voller Liebeskummer, Zweifel und der Frage, ob wir uns trennen sollten. Ich war todtraurig. Und dann kamen diese Sätze von außen:
„Jutta, du musst doch nicht so traurig sein, es gibt noch andere Männer.“
Doch. Ich bin traurig.
Oder: „Weißt du, was ich jetzt tun würde? Ich würde mit ihm Schluss machen und ihm mal richtig die Meinung sagen.“
Leute – ich will eure verdammten Ratschläge nicht. Ich will einfach traurig sein.
Und genau da liegt eines der größten Probleme… aber dazu gleich mehr. Erst schauen wir uns an, warum diese sogenannten Helfer überhaupt ungefragt Ratschläge geben.

Die 3 wahren Gründe, warum Menschen ungefragt Ratschläge geben
Wenn Menschen ungefragt in dein Leben reinsprechen, dann hat das selten etwas mit echter Hilfe zu tun. Ich beobachte drei Hauptmotive:
- Der scheinbare Liebesimpuls – Viele glauben, aus Liebe zu handeln. Doch meist steckt darunter etwas anderes: Sie halten die Emotion im Raum nicht aus. Es fühlt sich für sie kontrolllos an, jemanden traurig oder wütend zu sehen. Der Ratschlag dient also eher ihnen – nicht dir.
- Die eigene Angst vor Ohnmacht – Oft entsteht ein Ratschlag aus dem Wunsch heraus, die Situation schnell zu verändern, damit sie sich nicht hilflos fühlen. Doch das führt dazu, dass wir uns nicht gesehen und nicht akzeptiert fühlen.
- Egoismus in Verkleidung – Manche lieben das Gefühl, Retter des Tages zu sein. „Wegen mir geht es dir besser.“ Auch das ist kein echter Dienst am anderen.
Wie ungefragte Ratschläge dein Selbstwertgefühl untergraben
Vielleicht erinnerst du dich an deinen letzten ungefragten Ratschlag. Meistens passiert Folgendes:
- Man fühlt sich nicht gesehen.
- Man fühlt sich nicht akzeptiert.
- Die eigene Emotion wird nicht ernst genommen.
- Der Selbstwert sinkt, weil man plötzlich unsicher wird, was man eigentlich braucht.
Trauer, Wut, Angst – jede Emotion hat ihre Berechtigung. Und in dem Moment will man nicht verändert werden. Man will einfach nur gehört werden.

Wie du dich ab jetzt schützt – drei Sätze, die Grenzen setzen
Weil du das Außen nicht kontrollieren kannst, aber deine Reaktion schon, hier drei Sätze, die du ab sofort nutzen kannst:
- „Danke, aber ich möchte das selbst lösen.“
- „Ich weiß, dass du helfen möchtest, aber ich komme gerne selbst zu einer Lösung.“
- „Danke dir. Was mir jetzt wirklich helfen würde, ist, wenn du einfach nur zuhörst – ohne Ratschlag.“
Besonders der dritte Satz hat Kraft, weil er kommuniziert, was du stattdessen brauchst. Eine offene Handbewegung kann zusätzlich signalisieren, dass eine Grenze überschritten wurde.
Wenn du selbst jemand bist, der gerne Ratschläge gibt
Ich kenne das von mir auch. Diese Momente, in denen man denkt: „Wenn die Person nur dieses eine wissen würde, dann würde es ihr besser gehen.“
Wenn es wirklich in dir drängt, wenn du unbedingt etwas sagen willst, dann frag vorher:
„Ich habe einen Impuls – möchtest du ihn hören?“
Du wirst überrascht sein, wie oft die Antwort „Nein“ lautet.
Denn Menschen wollen sich selbst helfen. Und sie wollen akzeptiert werden – genau da, wo sie gerade stehen.
Warum dir Grenzen setzen vielleicht schwer fällt
Wenn es dir schwer fällt, Grenzen zu setzen, kann das mit Verlustangst zusammenhängen. Vielleicht fürchtest du, dass Menschen gehen könnten, wenn du dich abgrenzt. Falls dich das betrifft, lade ich dich ein, meine kostenlose Hypnose hier herunterzuladen. Sie hilft dir, deine Verlustangst aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Denn Übergriffigkeiten passieren häufig – und sie wirken. Und deshalb bist du jetzt gefragt, eine Grenze zu ziehen und Bewusstsein zu schaffen. Nur wer bewusst wird, kann die ersten Schritte der Veränderung gehen.
Deine Jutta Reinke
Alternativ:
Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen – ich freue mich, von dir zu hören:
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