Depression und Einsamkeit nach einer Trennung und der Weg daraus

Für diesen Blogartikel möchte ich beispielhaft einen Hypnosefall anführen und von meiner Klientin Anna* berichten. Anna ist ca. 40 Jahre alt und hat sich bei mir gemeldet, da sie Symptome einer mittelstarken Depression hatte. Sie konnte nicht schlafen, hatte keinen Appetit, war lustlos und konnte nicht einmal mehr arbeiten. Die Depression wurde bereits diagnostiziert und sie hatte auch schon Anti-Depressiva verschrieben bekommen.

Nun kam sie in meine Praxis und berichtete davon, dass alle sie verlassen und sie mit dem Alleinsein überhaupt nicht zurechtkommt. Obwohl sie eigentlich ein Kämpfertyp ist. Sie war gerade erst mit einem Mann zusammen, der stabil im Leben stand: Beamtenstatus, wollte gerne Familie und Kinder und führte ein grundsätzlich gutbürgerliches Leben. Sie hingegen war die Wilde, ist viel gereist, sehr temperamentvoll und stand mitten im Leben.

Das erste, was ich ihr sagen konnte, hat sie bereits sehr erleichtert: „Anna, du bist nicht krank. Auch wenn du die Diagnose bekommen hast – du bist nicht krank. Aber du gibst deinen Gedanken zu viel Macht. Deine Gedanken sind negative Gedanken und du identifizierst dich damit.“ Daraufhin habe ich sie gefragt, was sie jetzt gerade denkt. Und auf ihre Antwort fragte ich sie: „Wer war der Beobachter, der gesehen hat, was du denkst?“.

Denn genau darum geht es: Unser Denker ist unser Ego. Und unser Ego ist sehr laut und negativ und zieht uns herunter. Aber: das sind nicht wir!

In der Hypnose selbst war sie sehr erfüllt von Schmerz, sie fühlte sich einsam und allein. Ich konnte ihr sagen, dass sie nicht ihre Emotionen ist und sie sollte in sich hineinfühlen, wo sie ihre Emotionen spürt. Das ist eine unglaublich kraftvolle Übung, denn wir müssen unsere Emotionen vollständig annehmen und zulassen. Nur so können wir sie danach ziehen lassen und uns davon lösen. Auch das hatte Anna unglaublich geholfen.

Doch sie wusste immer noch nicht, wohin sie in ihrem Leben wollte. Ich bat sie, ihr Herz zu fragen, um das heraus zu finden. In der Hypnose sah sie dann auch direkt bildlich ein Herz. Doch es war dunkel, unglücklich und verschlossen. „Was braucht denn das Herz?“ fragte ich. Anna sagte: „Es braucht Liebe und etwas Schönes.“ „Gib deinem Herz Liebe und das, was du dir ausmalst.“, sagte ich. Anna spürte tief in sich hinein und auf einmal zeichnete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht ab und sie fühlte tatsächlich Liebe.

Nun schau einmal in dich hinein. Nimm dich wahr. Nimm dein Herz wahr, deine Gedanken und schenk dir selbst Liebe. Liebe an andere auszusenden ist wichtig, doch genauso wichtig ist, sich selbst Liebe zu geben.

In der Hypnose mit Anna stellte sich schließlich heraus, dass sie immer Menschen anzog, die Bedingungen an sie stellten. Sie hatte alles für die anderen getan und sich immer so verändert, wie sie hoffte, geliebt zu werden. Warum hat sie diese Menschen, wie auch ihren Ex-Freund, angezogen? Weil sie selbst diese Bedingung gestellt hatte: Ich muss immer stark sein! Ich muss immer eine Kämpferin sein! Doch das ist Bullshit! Jeder Mensch darf auch mal schwach sein.

Wir müssen uns selbst bedingungslos lieben, um auch von anderen bedingungslose Liebe bekommen zu können.

* der Name ist zum Schutz meiner Klientin frei erfunden

Schenk dir selbst Aufmerksamkeit und Liebe! Erkenne die Muster, die Spiegelungen in der Außenwelt und schaue, was du an dir verändern kannst und möchtest. Allein ist das schwierig und geht natürlich besser von einem Außenstehenden. Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, mach gerne eine unverbindliches kostenloses Kennenlerngespräch mit mir. Ich unterstütze dich gerne!